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// Spannungsarm­glühen

Von bearbeiteten Platten aus Werkzeugstahl zur Verzugsminimierung

„Was nicht krumm geworden ist, ist auch nicht hart!“ – Dieser in der Härtereibranche vielzitierte Satz mag zwar richtig sein, ist aber weder für unsere Kunden noch für uns akzeptabel. Leider lassen sich Verzug, oder besser: Form- und Maßänderungen, während des Härtevorgangs nicht komplett vermeiden. ABER: Man kann diese Form- und Maßänderungen in akzeptablen Grenzen halten, damit es nach dem Härten nicht heißt: Unbekannt verzogen.
Ist der Verzug zu stark, bleibt nur ein weiterer teurer Arbeitsgang, das Richten, oder das Bauteil muss im schlimmsten Fall neu gefertigt werden. Für die Verzugsminimierung spielt die Art der Chargierung während des Härtens eine große Rolle (stehend, liegend, hängend, …), aber eine fast noch größere kann die Vorbehandlung der Teile vor dem Härten spielen, hier im Besonderen das Spannungsarmglühen zwischen der Grob- und Feinbearbeitung.

Oben Verzug, besonders lange und dünne
Bereiche, aber auch Bereiche mit großen
Querschnittsänderungen sind betroffen.

Quelle www.trinckle.com

Spannungarmglühen

Oben Ausschnitt des Wärmebehandlungsdiagramms
des Stahls 1.2379: Nach der Grobzerspanung (rough
machining) folgt zunächst das Spannungsarmglühen
(stress relief annealing).

Quelle www.doerrenberg.de

Spannungsarmglühen

Spannungsarmglühen zwischen der Grob- und Feinbearbeitung

  • Wesentlicher Bestandteil des Herstellprozesses
  • Spannungen aus den vorhergehenden Prozessen werden eliminiert
  • Dadurch Verzugsminimierung während des Härtens
  • Je größer die Masse, die durch die Vorbearbeitung dem Teil entnommen wird, desto wichtiger das
  • Spannungsarmglühen.
  • Siehe auch Empfehlung der Stahlhersteller (Datenblätter)
  • Dauerhaft: Kostenersparnis