Oxidieren

Bei der Oxidation wird die Stahloberfläche bei Temperaturen zwischen 450° und 520°C mit gebundenem Sauerstoff oxidiert. Dabei entsteht jedoch nicht Hämatit (Fe2O3, umgangssprachlich Rost genannt) sondern Magnetit (Fe3O4). Diese blauschwarze Schicht wirkt korrosionshemmend und hat eine hohe Beständigkeit gegen Säuren und Laugen.
Die Schicht muss nur 1 bis 2μm dick sein, bewirkt also praktisch nur eine geringe Maßänderung des Bauteils. In einigen Fällen wird die Oxidation jedoch nicht wegen des Korrosionsschutzes, sondern aus rein dekorativen Gründen durchgeführt.

Beim Nitrieren und Nitrocarburieren wird Vor- und Nachoxidieren unterschieden. Das Voroxidieren bewirkt in einigen Anwendungsfällen eine thermische Reinigung und Aktivierungder Oberfläche und verbessert so die Stickstoffaufnahme. Bei der Nachoxidierung wird die Korrosionsbeständigkeit weiter erhöht. Außerdem werden die Poren der Verbindungsschicht mit Oxid gefüllt und Einlaufverhalten und Reibungszahlen der Oberfläche verbessert.

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